Britische Bank Santander blockiert Zahlungen an Krypto-Börsen

Unter dem Vorwand des Betrugs schließt sich Santander einer Minderheit britischer Banken an, die Investitionen in Kryptowährungen einschränken.

Santander begrenzt Zahlungen an Kryptowährungsbörsen

Laut einer E-Mail an die Kunden, über die Reuters zuerst berichtete, soll der Schritt die Verbraucher vor Betrug schützen.

Santander hat nicht gesagt, wann im Jahr 2023 die Änderung in Kraft treten wird. Kurzfristig wird die Bank eine begrenzte Anzahl von Beschränkungen durchsetzen.

Britische Bank Santander blockiert Zahlungen an Krypto-Börsen
Britische Bank Santander blockiert Zahlungen an Krypto-Börsen

Ab dem 15. November werden Zahlungen an Kryptowährungsbörsen mit Hilfe von mobilem und Online-Banking auf 1.000 Pfund pro Transaktion und ein Gesamtlimit von 3.000 Pfund in einem rollierenden 30-Tage-Zeitraum begrenzt sein.

Die neuen Regeln werden sich nicht auf die Möglichkeit der Kunden auswirken, Abhebungen vorzunehmen.

„In den letzten Monaten haben wir eine starke Zunahme von britischen Kunden festgestellt, die Opfer von Kryptowährungsbetrug wurden”, sagte ein Sprecher von Santander. „Wir wollen alles tun, was wir können, um unsere Kunden zu schützen, und wir sind der Meinung, dass die Begrenzung von Zahlungen an Kryptowährungsbörsen der beste Weg ist, um sicherzustellen, dass ihr Geld sicher bleibt.”

Santander wird weiterhin Zahlungen an Binance blockieren, im Einklang mit der harten Haltung der britischen Financial Conduct Authority (FCA) gegenüber der Börse, die 2021 von der Aufsichtsbehörde aus dem Vereinigten Königreich verbannt wurde. Die FCA behauptete, das Unternehmen sei „nicht in der Lage, wirksam beaufsichtigt zu werden”, und seine „komplexen und hochriskanten Finanzprodukte” stellten ein erhebliches Risiko für die Verbraucher dar. Die Politik von Santander scheint im Einklang mit der vorsichtigen Haltung der FCA gegenüber Kryptowährungen zu stehen.

Im August 2022 kündigte die FCA Pläne an, ihre Regeln für die Krypto-Werbung deutlich zu verschärfen und sie mit den Vorschriften für traditionelle Wertpapiere wie Aktien und Anleihen in Einklang zu bringen.

Viele britische Großbanken verbieten Krypto-Transfers

Santander ist nicht gerade die einzige britische Großbank, die Krypto-Transfers verbietet. Fast die Hälfte – 47 Prozent – der großen britischen Banken unterstützen keine Kryptowährungen, wie aus Daten der Preisvergleichsseite Finder hervorgeht.

Diese Gruppe besteht hauptsächlich aus traditionellen Großbanken wie Lloyds, Nationwide, HSBC und TSB Bank, umfasst aber auch einige der neueren 2Herausforderer-Banken” wie Starling Bank.

Aber nicht alle britischen Banken ziehen sich aus der Kryptowährung zurück. Die Neobank Revolut, die seit 2015 in Großbritannien tätig ist, hat vor kurzem eine Karte auf den Markt gebracht, mit der Nutzer ihre Waren und Dienstleistungen in Kryptowährungen bezahlen können.

Die Revolut-Funktion „Spend from Crypto” ermöglicht es den Nutzern, Krypto aus über 1.000 Token auszuwählen und Bargeld für ihre Einkäufe zu erhalten.

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