Deutsche Krypto-Börse Nuri meldet Insolvenz an

Die Kryptowährungsbörse Nuri hat einen Insolvenzantrag gestellt und ist damit das erste deutsche Fintech-Unternehmen, das diesen Schritt im schwierigen Jahr unternimmt.

Krypto-Börse nennt „anhaltende Liquiditätsprobleme“ als Grund für Insolvenzanmeldung

Die in Berlin ansässige Kryptobörse Nuri, ehemals Bitwala, hat bei einem Gericht in der deutschen Hauptstadt einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen hat diesen Schritt am Dienstag, den 9. August, nach erfolglosen Versuchen, eine neue Finanzierungsrunde zu sichern, unternommen, berichtet das Handelsblatt und stellt fest, dass Nuri das erste deutsche Fintech ist, das aufgrund des jüngsten Einbruchs des Kryptomarktes Insolvenz angemeldet hat.

Deutsche Krypto-Börse Nuri meldet Insolvenz an
Deutsche Krypto-Börse Nuri meldet Insolvenz an

In einer Erklärung merkte die Börse an, dass 2022 aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, politischer Unsicherheiten und zuletzt Russlands militärischer Invasion in der Ukraine ein schwieriges Jahr für Startups war, insbesondere für solche, die mit Finanztechnologien arbeiten.

Darüber hinaus haben negative Entwicklungen im Kryptobereich, einschließlich großer Ausverkäufe, die Implosion des Terra/Luna-Protokolls und die Insolvenz von Celsius und anderen Kryptofonds zu einer Baisse geführt, so Nuri:

„Wir haben die Auffüllung rechtzeitig vorgenommen, um einer dauerhaften Belastung der Liquidität unseres Unternehmens zuvorzukommen.“

Nuri-Kunden können ohne Einschränkungen einzahlen und abheben

Die Münzhandelsplattform betonte, dass die Anmeldung keine Auswirkungen auf ihre Produkte und Dienstleistungen, Kundengelder oder Investitionen haben wird. Die Kunden werden weiterhin ungehinderten Zugang zu ihren Konten haben und dank einer Partnerschaft mit der Solarisbank jederzeit alle Gelder einzahlen oder abheben können. Dies gilt sowohl für Kryptowährungsbestände als auch für Euro-Einlagen.

Die Kryptobörse betonte auch, dass sie weiterhin zuversichtlich ist, dass das vorläufige Insolvenzverfahren eine Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung eines langfristigen Restrukturierungsplans bietet. Nuri ging 2015 an den Start und firmierte einige Jahre lang, bis zur Umbenennung im Jahr 2021, unter dem Namen Bitwala.

„Dieser Schritt wurde notwendig, um den sichersten Weg für alle unsere Kunden zu gewährleisten“, bekräftigte das Unternehmen und versprach, dass sein Team alles tun werde, um sicherzustellen, dass seine Produkte und Dienstleistungen weiterhin den heutigen und künftigen Kunden zur Verfügung stehen.

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Sandra
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