FBI warnt vor Kryptowährungsbetrügern auf LinkedIn

Ein Spezialagent sagte, dass die betrügerischen Aktivitäten auf dem sozialen Netzwerk, das sich auf Unternehmen konzentriert, signifikant sind.

Betrüger auf LinkedIn stellen eine erhebliche Bedrohung für die Sicherheit der Nutzer dar

Kryptowährungs-Investitionsbetrüger auf LinkedIn sind eine „erhebliche Bedrohung“ für die Sicherheit der Nutzer, sagte FBI-Sonderagent Sean Ragan am Freitag. In einem Interview mit CNBC sagte Ragan, dass er glaubt, dass LinkedIn ein Problem hat, wenn es um Investitionsbetrug geht. „Diese Art von betrügerischen Aktivitäten ist signifikant“, sagte Ragan. „Es gibt viele potenzielle Opfer und es gibt viele frühere und aktuelle Opfer“.

FBI warnt vor Kryptowährungsbetrügern auf LinkedIn
FBI warnt vor Kryptowährungsbetrügern auf LinkedIn

Das soziale Netzwerk, das sich im Besitz von Microsoft befindet, hat nach eigenen Angaben 830 Millionen Mitglieder in mehr als 200 Ländern.

Diese Betrüger sind auch nicht faul, so dass sie sehr überzeugend wirken können. „Sie denken immer über verschiedene Möglichkeiten nach, wie sie Menschen und Unternehmen schikanieren können“, sagte Ragan dem Netzwerk. „Und sie verbringen ihre Zeit damit, ihre Hausaufgaben zu machen, ihre Ziele und Strategien zu definieren und ihre Werkzeuge und Taktiken zu entwickeln, die sie einsetzen.“

Laut Regan hat das FBI einen Anstieg des Investitionsbetrugs festgestellt. Die Federal Trade Commission berichtete, dass US-Kryptowährungshändler zwischen Januar 2021 und März 2022 575 Millionen Dollar durch Investitionsbetrug verloren haben.

LinkedIn legt den Schwerpunkt auf geschäftliche Nachrichten und Beziehungen, was vor dem Hintergrund der üblichen Romanzen und Online-Betrügereien ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln kann. Der CNBC-Bericht stellt fest, dass gefälschte Profile oft vorgeben, mit seriösen und erfolgreichen Unternehmen verbunden zu sein oder Menschen mit „Unternehmergeist“ zu repräsentieren.

Betrug bei LinkedIn nimmt zu

Oscar Rodriguez, Director of Trust, Privacy and Equity bei LinkedIn, räumte ein, dass die Zahl der Betrüger auf seiner Plattform zunimmt. „In den letzten Monaten haben wir einen Anstieg der betrügerischen Aktivitäten im gesamten Internet festgestellt, auch hier auf LinkedIn“, schrieb Rodriguez am Donnerstag in einem Blogbeitrag.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine Erfolgsbilanz bei der proaktiven Entfernung verdächtiger Inhalte und Konten, von denen es vermutet, dass sie zu Betrug führen könnten. Im Jahr 2021 entfernte LinkedIn laut einem kürzlich veröffentlichten Transparenzbericht des Unternehmens über 136 Millionen Spam- und Betrugsinhalte auf seiner Plattform. Außerdem wurden im vergangenen Jahr über 31,6 Millionen gefälschte Konten entfernt. Rodriguez sagte gegenüber CNBC, dass er sich für die Zukunft mehr „proaktive Aufklärung“ über die Risiken der Nutzung von LinkedIn wünscht.

Im Gegensatz zu Twitter und Instagram bietet LinkedIn derzeit keine Profilüberprüfung für namhafte Nutzer an. Aber auch die Verifizierung ist nicht narrensicher: Auch bei Twitter wurden verifizierte Konten von Krypto- und NFT-Betrügern missbraucht.

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Sandra
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