Im sanktionierten Russland kursierte die Überlegung, den digitalen Rubel als Reservewährung einzusetzen

In dem Staatsduma, dem Unterhaus des russischen Parlaments, wurde ein Aufruf zur Einführung des digitalen Rubels als Reservewährung veröffentlicht.

Digitaler Rubel soll als Reservewährung dienen

Angesichts zunehmender westlicher Sanktionen haben Beamte in Moskau über Möglichkeiten nachgedacht, die Beschränkungen zu umgehen, die Russlands Zugang zu seinen Devisenreserven und dem globalen Finanzmarkt bereits eingeschränkt haben.

Im sanktionierten Russland kursierte die Überlegung, den digitalen Rubel als Reservewährung einzusetzen
Im sanktionierten Russland kursierte die Überlegung, den digitalen Rubel als Reservewährung einzusetzen

Sergej Mironow, der die Oppositionsfraktion “Gerechtes Russland” in der Duma anführt, forderte die Bundesregierung, die Zentralbank und die operative Zentrale zur Bekämpfung der Sanktionen auf, den digitalen Rubel einzuführen, berichteten russische Medien.

Der hochrangige Abgeordnete wurde mit den Worten zitiert, das Ziel der Initiative sei es, die digitale Währung der Zentralbank (CBDC) für bestimmte Zwecke wie die Finanzierung von Wohnungs- und anderen Bauprojekten, sowie die Entwicklung der Produktions- und Verkehrsinfrastruktur auszugeben.

„Der digitale Rubel soll zu einer vollwertigen Investitions- und Reservewährung für Russland werden”, so Mironow weiter. Der Abgeordnete glaubt, dass die CBDC die russische Wirtschaft mit den benötigten Finanzmitteln versorgen wird, ohne die Inflation anzuheizen. Die digitalen Rubel können nicht im Ausland deponiert oder für andere Zwecke verwendet werden, fügte er hinzu.

Digitaler Rubel soll wohlmöglich zur Umgehung von Sanktionen dienen

Westliche Verbündete befürchten, dass Russland Kryptowährungen, einschließlich der digitalen Version des Rubels, nutzen könnte, um die wegen des Einmarsches in die Ukraine verhängten Sanktionen zu umgehen. Sie haben Schritte unternommen, um die Schlupflöcher zu schließen. Jüngste Äußerungen eines anderen Gesetzgebers und Mitglieds der Arbeitsgruppe zur Regulierung von Kryptowährungen, Alexander Jakubowski, deuten darauf hin, dass Russland daran interessiert ist, digitale Währungen zu nutzen, um seinen Zugang zu den globalen Finanzen wiederherzustellen.

Die russische Zentralbank (CBR), ein starker Gegner der Legalisierung von Kryptowährungen, hat das Projekt des digitalen Rubels aktiv entwickelt. Die Währungsbehörde begann vor drei Jahren, über eine CBDC nachzudenken. Im Oktober 2020 wurde ein Konsultationspapier veröffentlicht, und im April 2021 gab die Bank ein Konzept für den digitalen Rubel heraus, in dem die grundlegende Struktur skizziert wurde.

Die Erprobung der digitalen Rubelplattform begann in diesem Jahr. Die CBR gab Mitte Februar die ersten vollständigen Transaktionen zwischen einzelnen Wallets bekannt. Ein Dutzend russischer Banken wird an den Tests teilnehmen, die voraussichtlich bis 2022 andauern werden. Die Bank von Russland betont, dass ihre digitale Währung neue Möglichkeiten für russische Bürger, Unternehmen und den Staat schaffen wird.

Die Russische Föderation hat sich auch bemüht, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern. Im vergangenen Oktober deutete das Außenministerium an, dass es möglich sei, den Dollar in den russischen Währungsreserven teilweise zu ersetzen und Abrechnungen in Zukunft mit anderen Währungen und sogar digitalen Vermögenswerten durchzuführen.

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Sandra
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