Neuer Höchststand der Krypto-Kriminalität in 2021

Nicht nur der Bitcoin verzeichnet ein Allzeithoch, denn auch die Krypto-Kriminalität hat stark zugenommen.

Krypto-Betrugsfälle erreichen ein neues Allzeithoch

Der Crime-Report von Chainalysis berichtet über ein neues Allzeithoch bei Verbrechen in Verbindung mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Insgesamt 14 Milliarden US-Dollar haben illegale Adressen im Jahr 2021 ergaunert. Im Vorjahr waren es deutlich weniger mit 7,8 Milliarden US-Dollar.

Diese Zahlen können jedoch nicht allein betrachtet werden, denn sie hängen mit dem Bitcoin-Hype zusammen. Das Volumen aller Kryptowährungen, die Chainalysis trackt, ist nämlich auf 15,8 Billionen US-Dollar gestiegen. Dies ist vergleichend zum Vorjahr ein Anstieg um 567 Prozent. Dieser Anstieg korreliert mit dem massiven Anstieg von Krypto-Nutzung durch den zunehmenden Hype im letzten Jahr. Wird der Anstieg der Nutzung von Kryptowährungen ins Verhältnis zum Anstieg der Krypto-Kriminalität gesetzt, so fällt das Gewicht der Krypto-Crime-Aktivitäten nicht mehr so stark.

Wie sehen die kriminellen Krypto-Aktivitäten aus?

Im Bitcoin-Bereich analysiert Chainalysis in seinem Bericht zwei Hauptbereiche der kriminellen Aktivitäten: Krypto-Scams und gestohlene Gelder. 82 Prozent sollen die Erträge der Betrügereien gestiegen sein mit 7,8 Millaren US-Dollar, die insgesamt ergaunert wurden. Einen erheblichen Anteil von 2,8 Milliarden USD stammen aus dem Rug-Pulls Phänomen.

Beim Rug-Pulls Phänomen werden Investoren-Gelder durch Scammer eingesammelt, die dann aus dem Nichts plötzlich von der Bildfläche verschwinden. Für 90 Prozent dieser Scams ist übrigens Thodex verantwortlich. Thodex ist ein Scam-Exchange, deren CEO plötzlich mit den Geldern der Nutzer und Nutzerinnen der Börsen verschwand.

Auch bei Non-fungible Tokens (NFT) macht der Betrug keinen Stopp. Chainalysis hat herausgefunden, dass die NFT Preise teilweise durch Wash-Trading künstlich in die Höhe getrieben. Dies geschieht, indem die digitalen Sammlerstücke oft ihre Besitzer wechseln und folglich als wertvoller erscheinen. Doch tatsächlich werden die NFTs nur zwischen den eigenen Wallets transferiert, damit eine künstliche Nachfrage entsteht.

Sandra
Sandra

Autorin

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