PayPal mit Bitcoin und Co. bald in Deutschland?

PayPal-Nutzer in den USA und in Großbritannien können bereits mit Bitcoin und Co. handeln. Wird dies auch bald in Europa und insbesondere in Deutschland möglich sein?

PayPal bestätigte die Arbeit am eigenen Stablecoin

Mit großem Aufsehen ist der Zahlungsdienstleiter PayPal in das neue Jahr gestartet. Anfang des Jahres bestätigten sich die Gerüchte, dass PayPal an einem eigenen Stablecoin in den USA arbeiten würde. Der Vice-Chef für Krypto und digitale Währungen von PayPal, Jose Fernandez da Ponte, bestärkte das in einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg News nachdem ein IT-Analyst hierfür Beweise im Quellcode der PayPal App gefunden hat. Dieser Code deutet darauf hin, dass der Stablecoin durch den US-Dollar gedeckt sein soll.

Zunächst wäre ein Launch aufgrund von regulatorischen Unterschieden nur in den USA vorstellbar, so der Leiter des Frankfurt School Blockchain Center Dr. Philipp Sandner gegenüber BTC-ECHO. Der Handel von diversen Kryptowährungen über die PayPal-App wird tatsächlich aktuell nur Kunden in den USA und Großbritannien angeboten. Ebenso der zu PayPal gehörende mobile Zahlungsdienstleister Venmo integrierte im April 2021 bereits den Handel von Kryptowährungen in seiner Produktpalette, jedoch auch nicht in Deutschland.

Handel mit Bitcoin bald auch in Deutschland?

PayPals Krypto-Pläne konzentrieren sich momentan auffällig auf den US-amerikanischen Markt bzw. Großbritannien. Doch können sich auch bald Deutsche PayPal Nutzer auf ein ähnliches Angebot freuen? PayPal äußerte sich zu dieser Frage gegenüber BTC-ECHO recht vage, dass eine generelle Ausweitung der Krypto-Produktpalette auf weitere Märkte in Planung wäre. Der Zahlungsdienstleiter wollte sich zu den konkreten Plänen des Stablecoins nicht äußern. Jedoch ist es wahrscheinlich, dass der Payment-Gigant in Bezug auf Krypto auch in Deutschland sich sputen wird, da der Handel mit Kryptowährungen hohe Margen verspricht.

PayPals starke Konkurrenz

Im Markt sind neben den klassischen Krypto-Börsen wie Coinbase, Kraken, eToro, auch mittlerweile viele sogenannte Neo-Banken, wie zu Beispiel Revolut vertreten. Das Berliner Fintech N26 plant auch noch dieses Jahr ins Krypto-Business in Deutschland einzusteigen. Die Gründer der Neo-Bank verdeutlichten der Financial Times gegenüber, dass die Krypto-Integration für die Bank höchste Priorität hat. Momentan bereitet sich auch Cash App auf einen Einstieg in den europäischen Mark vor.

Das Rennen um die europäische Kundschaft ist eröffnet

Auch wenn die Konkurrenz groß ist, dürfte PayPal sicherlich den Vorteil haben, dass sie im Gegensatz zur Cash App bereits eine große Kundschaft in Europa haben. Doch auch N26 und Revolut etablierten sich im europäischen Markt. PayPals Pläne mit dem Stablecoin gestalten sich auch spannend vor dem Hintergrund, dass Meta sein Stablecoin-Vorhaben eben erst aufgegeben hat. Es ist ungewiss, ob PayPal auch an den Regulatoren scheitern wird und sich mit dem reinen Handel mit Kryptowährungen zufriedengeben wird oder ob sie aus dem Kampf Metas mit den Regulatoren gelernt haben und mit den Regulierungsbehörden kooperieren werden.

Sandra
Sandra

Autorin

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