Sam Bankman-Fried und Alameda Research hatten bereits 2018 Schwierigkeiten

SBF behauptete, dass FTX und Alameda unabhängig voneinander betrieben würden, aber Berichte zeigen, dass die beiden Unternehmen tatsächlich verbunden waren.

Sam Bankman-Fried und Alameda Research hatten bereits 2018 Schwierigkeiten.
Sam Bankman-Fried und Alameda Research hatten bereits 2018 Schwierigkeiten.

Neue Berichte über Sam Bankman-Fried und seine zusammengebrochenen Börsen haben gezeigt, dass Alameda Research, die insolvente Krypto-Trading-Firma, im Jahr 2018 fast zusammengebrochen wäre, bevor FTX ein Thema war. In einem Bericht der Wall Street Journal hieß es, dass Alameda aufgrund eines Handelsalgorithmus erhebliche Verluste verzeichnet hatte, der große Mengen an automatisierten und schnellen Trades ausführen sollte. Die Firma verlor jedoch Geld, weil sie in Bezug auf die Kursbewegungen falsch lag.

Im Jahr 2018 verlor Alameda fast zwei Drittel ihres Vermögens, als der XRP-Kurs auf 0,33 € einbrach, was das Unternehmen an den Rand des Zusammenbruchs brachte. Bankman-Fried soll die Handelsfirma gerettet haben, indem er von Kreditfirmen und Anlegern Kapital beschaffte, indem er ihnen bis zu 20% Rendite auf ihre Einlagen versprach.

Laut Bericht soll Alameda die Binance Blockchain Week im Januar 2019 gesponsert haben, bei der SBF die Gelegenheit nutzte, um Kontakt mit Investoren aufzunehmen, um Geld für seine schwankende Handelsfirma zu beschaffen. Im April 2019 wurde FTX mit dem Versprechen eröffnet, institutionellen Anlegern eine sichere Anlage zu bieten. Bankman-Fried nutzte Alameda, um das Wachstum von FTX zu fördern, wodurch die Handelsfirma zum großen Market Maker für die Börse wurde, an der Trader jederzeit kaufen und verkaufen konnten.

Leute, die mit Alamedas Taktik vertraut sind, behaupten, dass die Börse manchmal absichtlich Verluste machte, um Kunden anzuziehen. Bankman-Fried hatte zuvor behauptet, dass Alameda und FTX immer unabhängig voneinander betrieben wurden, aber das aktuelle Gerichtsverfahren der US-Wertpapieraufsicht zeigt ein anderes Bild. Dort wurde enthüllt, dass Bankman-Fried einen ungerechten Vorteil für Alameda programmiert hatte, wodurch die Handelsfirma ein negatives Guthaben an der Börse haben konnte, unabhängig vom Wert der Sicherheiten, die sie dort hinterlegt hatte. Bankman-Fried sorgte auch dafür, dass die Sicherheiten von Alameda nicht sofort auf FTX verkauft wurden, wenn der Wert unter eine bestimmte Schwelle fiel.

Der aktuelle Bericht hat festgestellt, dass Alameda bereits ein sinkendes Schiff war, als Bankman-Fried es gerettet hat und es zur Treibkraft für das Wachstum von FTX machte. Obwohl Bankman-Fried und FTX sich inzwischen von Alameda distanziert haben, bleibt die Frage, ob die Verbindungen zwischen den beiden Unternehmen fair und transparent waren und ob FTX von den Problemen von Alameda profitiert hat. Das aktuelle Gerichtsverfahren wird diese Fragen hoffentlich beantworten und Klarheit darüber schaffen, ob Bankman-Fried und FTX gegen geltende Gesetze und Regeln verstoßen haben.

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Sandra
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