Südkoreanische Behörden erlassen Haftbefehl gegen Terra-Mitbegründer Do Kwon

Ein südkoreanisches Gericht hat einen Haftbefehl gegen Do Kwon, einen Mitbegründer von Terra, erlassen und wirft ihm einen Verstoß gegen die Kapitalmarktregeln vor.

CEO und Gründer von TerraForm Labs soll verhaftet werden

Nach einer laufenden Untersuchung des Zusammenbruchs des Terra-Ökosystems hat ein Gericht in Seoul einem Bericht von Bloomberg vom Mittwoch zufolge einen Haftbefehl gegen Do Kwon, den CEO und Gründer von TerraForm Labs, erlassen.

Südkoreanische Behörden erlassen Haftbefehl gegen Terra-Mitbegründer Do Kwon
Südkoreanische Behörden erlassen Haftbefehl gegen Terra-Mitbegründer Do Kwon

Der Haftbefehl wurde Berichten zufolge im Zusammenhang mit einem Verstoß gegen die Kapitalmarktregeln ausgestellt und richtet sich gegen fünf weitere Personen, die sich derzeit in Singapur aufhalten.

Der algorithmische Stablecoin UST von Terraform Labs und sein Schwester-Token LUNA brachen im Mai dieses Jahres dramatisch zusammen, was dazu führte, dass das Vermögen der Anleger in Höhe von mindestens 40 Milliarden US-Dollar vernichtet wurde.

Der Zusammenbruch des Terra-Ökosystems hatte auch massive Auswirkungen auf den breiteren Kryptomarkt, da der Bitcoin-Preis von 40.000 Dollar Anfang Mai auf 27.000 Dollar nur zwei Wochen später abstürzte.

Die darauffolgende Krypto-Routine führte auch dazu, dass mehrere hochkarätige Kryptowährungskreditfirmen und -broker, darunter Celsius, Three Arrows Capital (3AC) und Voyager Digital, in Konkurs gingen, was den Markt weiter nach unten drückte.

Terra ermittelt weltweit

Im Juli durchsuchten südkoreanische Staatsanwälte das Haus des Mitbegründers von Terraform Labs, Daniel Shin, als Teil einer Untersuchung zu den Vorwürfen illegaler Aktivitäten hinter dem Zusammenbruch von Terra. Die Behörden sagten auch, dass Kwon sie benachrichtigen muss, wenn er in das Land zurückkehrt.

Im Juni wurde außerdem eine Sammelklage gegen Kwon und Terraform Labs vor dem US-Bezirksgericht in Nordkalifornien eingereicht.

Trotz der weit verbreiteten Untersuchung des Terra-Zusammenbruchs wies Kwon die Vorwürfe zurück, das Projekt sei ein „Betrug“. Er behauptete auch, dass er persönlich fast sein gesamtes Vermögen durch den Zusammenbruch von Terra verloren habe.

In einem Interview im letzten Monat sagte Kwon, dass die südkoreanische Staatsanwaltschaft nicht mit ihm in Kontakt gestanden habe und er in keiner Weise angeklagt worden sei.

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Sandra
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