EU-Gesetzgeber verabschieden Gesetzentwurf zur Regulierung von Krypto-Vermögenswerten

Das Gesetz zur Regulierung der Märkte für Krypto-Vermögenswerte (Markets in Crypto Assets, MiCA) ist der Verabschiedung eines Gesetzes einen Schritt näher gekommen.

Europa ist auf seinem Weg zur Regulierung der Kryptoindustrie einen Schritt weiter

Die Gesetzgeber der Europäischen Union haben heute die Verordnung über Märkte für Krypto-Vermögenswerte (Markets in Crypto Assets Regulation, MiCA) unterzeichnet – ein wegweisendes Gesetz, das den Bereich der digitalen Vermögenswerte innerhalb der Union regulieren soll.

EU-Gesetzgeber verabschieden Gesetzentwurf zur Regulierung von Krypto-Vermögenswerten
EU-Gesetzgeber verabschieden Gesetzentwurf zur Regulierung von Krypto-Vermögenswerten

Beamte des Europäischen Parlaments stimmten mit 28 zu 1 Stimmen für die Gesetzgebung, die, wenn sie in der nächsten Abstimmung verabschiedet wird, strengere Regeln für Krypto-Unternehmen vorschreiben wird.

Der MiCA-Gesetzentwurf verlangt von den Emittenten von Kryptowährungen die Veröffentlichung eines „Krypto-Whitepapers” mit Informationen über ihr Projekt.

Außerdem werden Stablecoin-Unternehmen aufgefordert, Kapitalanforderungen zu erfüllen: Solche Unternehmen werden in der Anzahl der Token, die sie ausgeben können, eingeschränkt, wenn diese nicht auf Euro oder andere von den EU-Mitgliedstaaten verwendete Währungen lauten.

Stablecoins sind digitale Vermögenswerte, die – anders als Bitcoin oder Ethereum – einen festen Preis haben sollen und oft an Fiat-Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind.

Mit dem MiCA soll auch das Mining von Kryptowährungen reguliert werden. Der Gesetzentwurf verlangt von großen „Kryptowährungsdienstleistern” die Offenlegung ihres Energieverbrauchs. Das Mining von Kryptowährungen ist ein energieintensives Geschäft und Kryptowährungen wie Bitcoin haben einen größeren Kohlenstoff-Fußabdruck als ganze Länder. 

NFTs könnten als Wertpapiere eingestuft werden

Laut dem Rechtsprofessor Brian Fyre von der University of Kentucky, der sich auf Kryptowährungen und Wertpapierrecht spezialisiert hat, könnte die EU nach dem neuen Gesetzentwurf auch NFTs, einzigartige Token, die auf einer Blockchain ausgegeben werden und mit Vermögenswerten wie Kunstwerken verbunden sind, als Wertpapiere einstufen.

Die EU-Gesetzgeber debattieren nun schon seit über zwei Jahren über MiCA. Die Wirtschaftsunion arbeitet hart daran, den „Wilden Westen der Kryptowelt”, wie es der Europaabgeordnete Stefan Berger ausdrückt, zu regulieren.

Das EU-Parlament hat heute auch einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Geldwäsche verabschiedet, der verlangt, dass Krypto-Transfers Daten über den Auftraggeber und den Begünstigten enthalten.

Der Gesetzentwurf, der mit dem MiCA übereinstimmt, fordert Krypto-Anbieter auf, den Behörden Informationen zu liefern, wenn eine Untersuchung über Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung durchgeführt wird.

Beamte des Europäischen Parlaments werden Ende des Monats erneut über die endgültige Genehmigung der MiCA-Gesetzgebung abstimmen, bevor diese in Kraft tritt.

5 1 vote
Article Rating
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Sandra
Sandra

Autorin