EU-Mitgliedsstaaten fordern neue Aufsichtsbehörde zur Regulierung von Krypto-Unternehmen

Einige EU-Ländern haben sich dafür eingesetzt, die Aufsicht über den Krypto-Bereich einer neuen Anti-Geldwäsche-Agentur zu übertragen. Dahinter steht die Sorge, dass Unternehmen, die mit digitalen Vermögenswerten handeln, an der Verarbeitung illegaler Gelder beteiligt sein könnten.

Deutschland an der Spitze der Forderung

Mehrere EU-Mitgliedsstaaten, allen voran Deutschland, haben die Europäische Union gedrängt, einer geplanten Anti-Geldwäsche-Behörde (AML) Befugnisse zur Überwachung von Unternehmen im Krypto-Sektor zu erteilen. Unter Berufung auf sachkundige Quellen enthüllte Bloomberg, dass diese Länder befürchten, dass Krypto-Unternehmen dazu benutzt werden können, illegal erworbene Gelder zu verarbeiten.

EU-Mitgliedsstaaten fordern neue Aufsichtsbehörde zur Regulierung von Krypto-Unternehmen
EU-Mitgliedsstaaten fordern neue Aufsichtsbehörde zur Regulierung von Krypto-Unternehmen

EU-Behörden, wie die Europäische Kommission (EK), verhandeln derzeit über die Gestaltung der Regulierungsbehörde, die voraussichtlich 2024 an den Start gehen und ihre Tätigkeit in den nächsten zwei Jahren ausweiten wird. Laut einem EU-Diplomaten will die besagte Gruppe sicherstellen, dass Krypto-Firmen ausdrücklich in die Zuständigkeiten der Aufsichtsbehörde einbezogen werden.

Warum möchte die EU eine neue Aufsichtsbehörde?

Die Europäische Union bereitet sich auf die Einrichtung der neuen Agentur vor, nachdem eine Reihe von Skandalen in den letzten Jahren Lücken im regulatorischen Rahmen der Union aufgedeckt haben, die den Fluss von Schwarzgeld ermöglichen. In der Zwischenzeit hat der boomende Krypto-Markt eine neue Front für die Strafverfolgung eröffnet, da die mit digitalen Vermögenswerten verbundene Anonymität angeblich Kriminelle anzieht.

Spanien, Österreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande gehören zu den Ländern, die sich bei dieser Initiative hinter Deutschland stellen. Sie bestehen darauf, dass der Aufgabenbereich der neuen europäischen Aufsichtsbehörde die risikoreichsten grenzüberschreitenden Unternehmen unter den Banken, anderen Finanzinstituten und Krypto-Anbietern abdeckt, so der Diplomat. Der Vorschlag der EK vom Juli 2021 bezieht sich nur indirekt auf “virtuelle Vermögenswerte”.

Wer ist momentan für die Bekämpfung von Geldwäsche zuständig?

Gegenwärtig sind die nationalen Behörden für die Bekämpfung der Geldwäsche in der EU zuständig, was ihre Wirksamkeit einschränkt und Fragen zu ihrer Unabhängigkeit aufwirft. Das europäische Finanzsystem war in den letzten zehn Jahren in mehrere großen Skandale verwickelt, darunter die Wäsche russischer Gelder über die baltischen Niederlassungen der Danske Bank und die lettische ABLV Bank.

Sandra
Sandra

Autorin

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