Markets in Cryto-Assets-Paragraphen unterstellen Krypto „nicht nachhaltig“ zu sein

Neue MiCA-Paragraphen fordern, Kryptowährungen „Nachhaltigkeitsstandards“ zu unterwerfen. Die Konsequenzen eines positiven Votums des Ausschusses für Wirtschaft und Währung könnten gravierend für Krypto sein.

Weitere Versuche Krypto zu verbieten

Ein Text, der das Anbieten von Dienstleistungen für Kryptowährungen verbietet, die auf der Proof-of-Work (PoW) Mining-Methode beruhen, wurde kürzlich aus dem europäischen Gesetzesentwurf für Markets in Crypto-Assets (MiCA) gestrichen. Markets in Crypto-Assets (MiCA) ist ein Vorschlag für eine Krypto-Verordnung im EU-Recht. Die umstrittene Bestimmung hatte negative Reaktionen in der Krypto-Industrie und Krypto-Gemeinschaft ausgelöst.

Markets in Cryto-Assets-Paragraphen unterstellen Krypto „nicht nachhaltig“ zu sein
Markets in Cryto-Assets-Paragraphen unterstellen Krypto „nicht nachhaltig“ zu sein

Die Versuche, Kryptowährungen wie Bitcoin in der EU effektiv zu verbieten, wurden jedoch fortgesetzt. Die am Freitag vorgeschlagenen Änderungen zu MiCA zielen darauf ab, Kryptowährungen, die als „nicht nachhaltig“ eingestuft werden, zu beschränken.

PoW-Mining wird dieses Mal nicht ausdrücklich erwähnt, aber das Endergebnis wird wahrscheinlich dasselbe sein. „Krypto-Assets müssen in Bezug auf ihren Konsensmechanismus, der zur Validierung von Transaktionen verwendet wird, ökologischen Mindestnachhaltigkeitsstandards unterliegen, bevor sie in der Union ausgegeben, angeboten oder zum Handel zugelassen werden“, heißt es in der neuen Bestimmung.

Solche Krypto-Währungen, so die Verfasser der Änderungen, müssen den Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen. Wenn der Vorschlag vom Ausschuss für Wirtschaft und Währung unterstützt wird und über MiCA abstimmen soll, werden Bitcoin-bezogene Dienstleistungen de facto aus dem Bereich der regulierten Tätigkeiten ausgeschlossen.

Die Konsequenzen eines positiven Votums

Die Folgen eines positiven Votums wären verheerend, heißt es in dem Bericht. Ein vollständiges Verbot von Krypto-Währungen, die auf dem Proof-of-Work-Konzept basieren, würde den Markt für digitale Vermögenswerte in der EU lahmlegen. Ebenso würden sie die Umgehung von Gesetzen fördern, den Verbraucherschutz schwächen und letztlich viele Unternehmen der Branche zwingen, die Union zu verlassen.

Beamte und Regulierungsbehörden aus mehreren Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, haben in den vergangenen Monaten ein europäisches Verbot des stromfressenden PoW-Minings gefordert. Sie haben dabei ökologische Gründe angeführt. Schweden bestand auf solche Maßnahmen und warnte, dass die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien für das Bitcoin-Mining auf Kosten der Klimaneutralitätsziele in anderen Sektoren gehe. Nicht-EU-Länder wie Norwegen haben in Erwägung gezogen sich dieser Haltung anzuschließen.

 

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Sandra
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